Innsbruck, ich muss dich lassen

H. Isaac

Innsbruck, ich muß dich lassen,

ich fahr dahin mein Straßen

in fremde Land dahin.

Mein Freud ist mir genomme,

die ich nit weiß bekommen,

wo ich in Elend bin.

Groß Leid muß ich ertragen,

das ich allein tu klagen

dem liebsten Buhlen mein.

Ach Lieb, nun laß mich Armen

im Herzen dein erwarmen,

daß ich muß dannen sein.

Mein Trost ob allen Weiben,

dein tu ich ewig bleiben,

stet, treu, der Ehren frumm.

Nun muß dich Gott bewahren,

in aller Tugend sparen,

bis daß ich wiederkumm.