Der eine Reim

H. Kaun

Nacht auf Nacht steh' ich am Meere,

Wenn die heil'gen Vogelheere

Nach den blauen Fernen fliehn

Und mit den Gestirnen ziehn.

Wie mir schwindet Näh' und Ferne!

Sind's die Vögel? Sind's die Sterne,

Die da kreisen licht beschwingt?

Nur die eine Sehnsucht singt

Von den Sternen, aus den Kehlen:

Laßt uns nicht des Wegs verfehlen!

Endlos tönt der eine Reim,

Gleich dem Meer: Wir wollen heim.