Holde Nacht, wie still bist du
H. Kaun
Holde Nacht, wie still bist du, wie still!
Drunten fließen ruhelos die Wogen,
Kommt ein Lichtlein noch heraufgezogen,
Das in seinen Hafen will.
Ach, mein Sinn ist wundersam bewegt --
Wer sein armes, armes Herz begriffen,
Möchte gerne in bekränzten Schiffen
Dorthin, wo man alles schlafen legt.
Hell und heller grüßt der Sterne Schein,
Und mir ist, als ob es Frühling werde...
Überm Heimwehland der dunkeln Erde,
Ach, wie tief muß da der Friede sein!