In der Fremde

H. Koss

Es hat mein Herz sich dir gesellt,

drum trag' ich großes Leiden.

Du bist es, die mir wohlgefällt,

und ach! ich muss dich meiden.

Im fremden Land zieh' ich dahin,

doch willst du mir nicht aus dem Sinn,

du fromm, du klein,

du hold, du fein

rosenwangig Mägdelein.

Es hat mein Herz sich dir gesellt,

mag dich nicht lassen fahren

und will dir auch in fremder Welt

stets Lieb' und Treu' bewahren.

Es ist fürwahr mir nimmer Scherz,

behüt' dich Gott, mein liebes Herz!

So Tag wie Nacht

hab' er dein Acht,

rosenwangig Mägdelein!

Es hat mein Herz sich dir gesellt;

wiewohl ich heimlich weine,

so ist's die Hoffnung, die mich hält,

du wirst doch einst die Meine.

O dass ein weißer Schwan ich wär',

ich schwänge mich übers wilde Meer

an deine Brust,

du meine Lust,

rosenwangig Mägdelein!