Mit deinen Augen
H. Lie
Mit deinen Augen seh ich süßes Licht,
das ich mit meinen blinden nicht mehr schaue,
und, das ich, lahm, zu tragen mich getraue,
mit deinen Füßen trag ich dies Gewicht.
Dem Federlosen giebt dein Flügel halt,
dein Geist weiß mich zum Himmel zu entfachen,
du hast die Macht, mich rot und blaß zu machen,
im Froste heiß und in der Sonne kalt.
In deinem Willen ist mein Wille drin,
mein Denken wird in deiner Brust bereitet,
in meine Worte weht dein Atem ein.
Es scheint, daß ich dem Monde ähnlich bin,
den unser Auge oben nur begleitet,
soweit die Sonne ihn versieht mit Schein.