An Suleika
Marschner, Heinrich
O, wär' ich vom Berge der junge Aar,
Und schwäng' gleich dem Wetter mein Flügelpaar,
Dann würd' ich, Suleika, schnell tragen dich fort,
Hinauf in mein Wohnhaus, auf's Felsenmeer dort!
Deine Speise wären Wolken, und Strahlen dein Trank!
O, wär' ich ein Kampfroß, das stolz und leicht
Durch Fluten und Auen wie Sturmwind fleucht,
Dann würd' ich, Suleika, dich bringen in's Thal,
Wo freier das Blachfeld durchströmt der Ural!
Deine Speise wären Blumen, und Düfte dein Trank!
O, wär' ich ein Raubthier im dunklen Wald,
Und wären die Höhlen mein Aufenthalt,
Dann würd' ich, Suleika, dich rauben, fürwahr,
Hinab in die Klüfte, trotz Kampfroß und Aar!
Deine Speise wäre Waldsang, und Kühle dein Trank!