Herzensfrühling
Marschner, Heinrich
In den Tiefen des Gemütes,
ob im Frost die Welt erstarrt,
ewig frühlingskräftig blüht es
in der schönsten Gegenwart.
Wie die Bilder draußen schwanken
in des Jahres Wechseltanz,
in mir also die Gedanken;
Blüt' auf Blüte, Kranz auf Kranz.
Ob des Jahres Lenz erstorben,
ewig bunt ist meine Flur.
Herzensfrühling, nicht erworben
hab' ich ihn, er ist Natur.