Hüte dich

Marschner, Heinrich

Du thatest so spröde und sah'st zur Erd'

Und blicktest durch's Fenster in's Grün hinein:

O glaub' mir! dein Herze ist schlecht bewehrt,

Hüte dich! hüte dich! Jungfräulein.

Ja -- wenn ich nicht wüßte, wie leis' und sacht

Sich schleicht ein Geheimniß in's Herz hinein: -

So leise und sacht, wie nie du gedacht:

Hüte dich! hüte dich! Jungfräulein!

Er blickte in's Auge dir so tief -- so tief -

Und tiefer, noch tiefer in's Herz hinein -

Er schaute, was d'rinnen verborgen schlief:

Hüte dich! hüte dich! Jungfräulein!