Mit gutem Fahrwind
Marschner, Heinrich
O Wind, mit lustigem Fluge,
Wie hauchst Du so lind und weich!
Wie schwellst Du mit frischerem Zuge
Das Herz und die Segel zugleich!
Wol lag in der Mittagshitze
Das Meer so trostlos glatt;
Wol hing von des Mastes Spitze
Das Wimpel schlaff und matt.
Nun aber hebt sich ein Rauschen,
Das Wasser sich munter wiegt;
Die weißen Segel bauschen,
Am Mäste die Flagge fliegt.
Die Sonne geht zu Rüste,
Kühlung athmet die Fluth;
Ich grüße die ferne Küste,
Und nun ist Alles gut.