Nachtlied
Marschner, Heinrich
Lass klingen des Sängers Schlummerlied!
Spielend, wie des Windes Kosen
durch verwelkte Grabesrosen
einsam trauernd zieht.
Lass fließen die Tränen warm und mild!
Junge Liebe, späte Klage,
Weh' und Wohl vergess'ner Tage
glänzt in ihrem Bild.
Lass brechen das alte, satte Herz!
Dort in dem ersehnten Hafen
lass mich schlafen, endlich schlafen,
matt von Lust und Schmerz!