Und fühlst Du nicht

Marschner, Heinrich

Und fühlst du nicht, und glaubst du nicht,

Was klagend dir mein Auge spricht?

Willst, daß mein Mund noch jammernd sagt,

Was mir im Herzen glüht und nagt?

Mein Herz ist weich, doch stolz mein Mund,

Und nimmer, nimmer thät er kund

Der Brust geheimes Leid und Weh,

Ob ich darin auch untergeh.

Und glaub: was aus dem Auge spricht,

Ist meiner Leiden größtes nicht --

Zeigt auch des Meeres Spiegelflut

Was Grauses in der Tiefe ruht?