Kajetan Tyl

H. Máté

Bei Betrachtung seines Zimmerchens,

das auf der böhmischen ethnographischen Ausstellung

zusammengestellt war

Da also hat der arme Týl

sein Lied »Kde domov můj« geschrieben.

In Wahrheit: Wen die Musen lieben,

dem gibt das Leben nicht zuviel.

Ein Stübchen – nicht zu klein dem Flug

des Geistes; nicht zu groß zur Ruhe. –

Ein Stuhl, als Schreibtisch eine Truhe,

ein Bett, ein Holzkreuz und ein Krug.

Doch wär er nicht für tausend Louis

von Böhmen fort. Mit jeder Fiber

hing er daran. – »Ich bleibe lieber,«

hätt er gesagt, »kde domov můj.«