O glich dein Herz dem stillen See
H. Meyer
O, glich dein Herz dem stillen See,
Ich würd' hinein nur blicken,
Ob seine Wogen hell und klar
Mein Blick zurück mir schicken.
Wär' unergründet auch die Fluth,
Ich dräng' in ihre Tiefen,
Rief leise wach die Wellen all',
So träumerisch d'rin schliefen.
Und wie ein Taucher sucht' ich dann
Die schönste Perl' im Grunde,
Und scheute keiner Klippen Fall,
Die Geister nicht im Schlunde.
Und hätt' ich sie gefunden nun,
Die Perle -- deine Liebe --
Würd' ich zur Muschel in dem See,
Damit die Perl' mir bliebe.