Auf dem Hügel
H. Proch
Dort drüben auf dem Hügel,
da steht ein kleines Haus,
und durch das kleine Fenster
sieht sie ins Tal hinaus.
Ein Bächlein rauschet leise
den Wiesenplan entlang,
und wie die Wellen fliehen,
da schlägt das Herz ihr bang.
Die Vöglein singen heiter
ein Lied voll Lust und Lieb',
und wie sie weiter ziehen,
da wird das Aug' ihr trüb.
Sie denkt der frohen Zeiten,
wo alles noch so schön,
darob in ihren Augen
die hellen Tränen steh'n.
Und all' die schönen Blumen,
die vor dem Fenster blüh'n,
sie mahnen an die Liebe
und trüben ihr den Sinn.
Treu Liebchen, musst nicht trauern!
Erheit're deinen Blick,
denn aus der fernsten Ferne
zog's mich zu dir zurück!
Vergiss die herben Schmerzen,
die Trennung dir gebracht,
und denk', dass treue Liebe
allein nur glücklich macht.