Barcarole

H. Proch

Wieder tanzet im Mondenschein

mein Nachen vor ihrem Fensterlein.

Wogen, gekrönt mit zerrinnendem Schaum,

plätschern am Hause wie murmelnd im Traum,

schaukeln der schimmernden Sterne Heer -

doch die Gitarre, sie tönt nicht mehr.

Weinranken an des Hauses Wand,

einst lüftete sie gar zarte Hand;

durch der Blätter grüngoldigen Kranz

glühten zwei Sterne im süßen Glanz.

Welk sind die Ranken, das Fenster ist leer,

und die Gitarre, sie tönt nicht mehr.

Wo in Reihen die düst're Zypresse steht,

dort rufen die Glocken zum Nachtgebet,

wo die Ampel vor der Heiligen glimmt,

ein Aug' unterm Scheier in Tränen schwimmt.

Sie seufzt im Kloster, ich auf dem Meer,

und die Gitarre, sie tönt nicht mehr.