Das blinde Mädchen an ihre Mutter
H. Proch
Vom Himmelsblau und Sternenglanz,
Ach, Mutter, spricht man mir;
Ich träum' von ihnen Tag und Nacht,
Und mein' sie gleichen Dir.
Drückst Du mich an Dein Mutterherz,
Nennst mich Dein Töchterlein,
So denk' ich freudenvoll; ach so
Muß es im Himmel sein!
Wird auch, wie Du, der liebe Gott
Verzeih'n die Unart mir?
Wird er dem armen blinden Kind
Recht liebreich sein, gleich Dir?
Ach, Mutter, weich' Du nicht von mir,
Stirb' auch, wenn ich erbleich',
Und führe Du Dein blindes Kind
Ein in das Himmelreich.