Das Herz der Sterne
H. Proch
Erbarmt kein Mensch sich meiner Pein,
so ihr vielleicht, ihr Sternelein!
Ihr blickt von eurem blauen Zelt
so freundlich auf die weite Welt.
Ich seh's euch an: ihr habt ein Herz!
Ihr fühlt mit mir den fremden Schmerz.
O liebe, holde Sternelein,
erbarmt euch meiner Pein!
So fühllos zieh'n die Menschen hin,
ach, keiner ahnt, wie trüb' ich bin,
wie mir gebrochen ist das Herz
in meinem namenlosen Schmerz.
Ach, um mich her ist's düst're Nacht,
nur ihr, o milde Sternlein, wacht.
O liebe, holde Sternelein,
erbarmt euch meiner Pein!
Die Schwermut zog den schwarzen Flor
wie Nacht vor meine Seele vor.
Der Gram, der nie mich lächeln lässt,
er hat sich in mein Herz gepresst.
Kein Mensch da ahnt, was mir gebricht;
o ahnt ihr's, holde Sternlein, nicht?
Ihr lieben treuen Sternelein,
ja, ihr allein kennt meine Pein.