Das Kreuz auf dem Felde

H. Proch

Dort draußen auf dem Feld,

da steht ein weißes Kreuz,

das treue Wache hält.

Zur Seite unten blüht

ein traut' Vergissmeinnicht,

das auf zum Kreuze sieht.

Und Efeuranken zieh'n

sich an dem Holz hinauf

im ewig gleichen Grün.

Und eine Lilie senkt

das schuldlos reine Haupt,

von Sturm und Frost versengt.

Der Sonne letzter Blick

auf Blumen und auf Kreuz

fällt matt und bleich zurück.

Dort draußen auf dem Feld,

da ist ein frisches Grab,

d'rin meine ganze Welt.

Mein Hoffen, Lieben, Sein,

mein Leiden und mein Glück

möcht' auch bei ihnen sein!