Der Fischer in Wahl

H. Proch

Sie ging zum Strand und starrte

still in das Meer hinein.

„Wem ich winke mit dem Tüchlein,

der soll mein Liebster sein.“

Da rauschten viele Böte

gar schnell und froh herbei,

manch Jünglingsherz, das lauschte

gar ängstlich, ihr so treu.

Doch den sie sich erwählet,

der hatt' ein ander Lieb,

und weinend ging sie vom Strande

und blieb für immer trüb.

Doch der sie hat geliebet

so recht aus Herzensgrund,

der liegt, von ihr vergessen,

auf kühlem Meeresgrund.