Der Kampf im Herzen
H. Proch
Ewig schwanken wie die Wogen
die Gefühle in der Brust;
Furchen, die der Schmerz gezogen,
glättet bald der Hauch der Lust.
So auch in des Herzens Raume
kämpft die Hoffnung mit dem Schmerz.
Alles Glück, es gleicht dem Traume,
täuschend, flüchtig himmelwärts.
Wenn ich dir ins Auge schaue,
in den treuen Liebesblick,,
siegt die Hoffnung, und ich baue
auf ein freundliches Geschick.
Aber wenn du mir so ferne,
wenn die Sehnsucht mich erfasst,
ach, dann sinken alle Sterne,
und der Hoffnung Schein erblasst.
Deine Liebe seh' ich fliehen,
die des Herzens Frieden stahl,
einer Rose gleich verblühen
mit dem letzten Frühlingsstrahl.
Und es bleibt dem armen Herzen
nichts von dem geträumten Glück,
nichts als seiner Sehnsucht Schmerzen
in der wunden Brust zurück.