Der Landsknecht

H. Proch

Drei Würfel und ein Kartenspiel,

das ist im Frieden uns're Wehr;

im Krieg ist's Schwert und Lanzenstiel,

das Schwert recht scharf und lang der Speer.

Nicht Gnad' im Spiel noch in dem Feld,

das ist's, womit's der Landsknecht hält.

Ein Becher voll mit Wein vom Rhein,

das ist im Frieden unser Trank;

im Kriege mag es Wasser sein

in Feindes Land auf harter Bank.

Doch Wein im Frieden und im Feld,

das ist's, womit's der Landsknecht hält.

Ein Mädchen, das fein küssen kann,

das ist im Frieden unser Fang.

Im Krieg, da ist's ein Rossgespann

mit Zeug von Gold und Silber blank.

Der Fang im Frieden und im Feld,

das ist's, womit's der Landsknecht hält.

Doch was im Frieden ihn gereut,

das ist, zu sterben auf dem Bett.

Der Tod, der ihn am meisten freut,

ruft ihn mit schmetternder Trompet'.

Er fall' im Kampf auf freiem Feld!

Das ist's, womit's der Landsknecht hält.