Die gefangene Nachtigall
H. Proch
Diess Verlangen, diess Verlangen,
in dem lustigen Wald zu sein
und gefangen, gefangen;
welche nahmenlose Pein!
Draussen singen sie die Lieder
von dem ausgetraumten Traum;
niemals sing'ich wieder
auf dem alten Weidenbaum.
Ach! gefangen, gefangen—
welche namenlose Pein!
Mond! Was kommst du aufgegangen,
du beleuchtest meine Noth.
Ach! gefangen, gefangen—
wär ich doch nur lieber todt.