Du bist bei uns
H. Proch
Du bist bei uns, in deiner Kinder Mitte,
bei deinem Volk, das liebend dich beschirmt;
du hast erhört die tausenfält'ge Bitte,
als sich Gefahr um uns herauf getürmt.
Und nicht umsonst war unser heißes Flehen,
in deinen Augen sah man Tränen stehen.
Du bist bei uns!
Wo schlagen dir die Herzen wohl noch wärmer,
als wo das Licht der Welt du hast erblickt?
Und ohne dich? Wer war als wir wohl ärmer,
wer hat je hoffnungsloser aufgeblickt?
Doch Gott erhörte gnädig unser Flehen,
in deinen Augen sah man Tränen stehen.
Du bist bei uns!
O weiche nimmermehr aus uns'rer Mitte,
du bist der Vater einer großen Schar;
wir schützen deinen Thron - schütz' du die Hütte,
bei dem Vereine schwindet die Gefahr.
Gewiss, du hörst der treuen Kinder Flehen,
in deinen Augen helle Tränen stehen.
Du bleibst bei uns!