Geständnis

H. Proch

Mit tausend Zungen sagt' ich dir gern,

wie ich dich liebe, mein Licht;

mit tausend Flammen schrieb' ich, o Stern,

dir ein begeistert Gedicht.

Im Sturmesbrausen gäb' ich es kund,

was mir den Busen schwellt,

und mit der Nachtigall jubelndem Mund

säng' ich: Du bist meine Welt!

Ich wollte, ich wäre der Abendwind

und flüsterte leis' dir ins Ohr,

dass ich dich wonniges, zaub'risches Kind

zu meinem Engel erkor.

Ich spräche zu dir mit dem Glockenklang,

wie längst schon dein reizendes Bild

tief meine Seele mit Wonne durchdrang

und mich mit Sehnsucht erfüllt.

Und sollt' ich dir sagen, wie Liebe schon lang'

mir brennt in der Seele und glüht,

so leih mir den zaub'rischen Stimmenklang,

beseele mein schüchternes Lied!