Glaube, Hoffnung und Liebe
H. Proch
Der Glaube erhellet die schwarzen Stunden,
Er ist des Lebens wohltätigstes Licht;
Ich habe geglaubt, -- so den Weg wohl gefunden,
In's Labyrinth, doch heraus fand ich nicht.
Die Hoffnung gießt Balsam in alle Wunden
Und heilet wo jede Hülfe gebricht;
Ich habe gehofft, -- mich betrogen gefunden,
Mir war sie ein Dolch, der das Herz mir durchsticht.
Die Liebe hält segnend die Menschen umwunden,
Mit einem Band, das aus Rosen sie flicht;
Ich habe geliebt, -- doch nur Dornen gefunden,
Wo die Rosen blieben, das weiß ich nicht.