Meine Klage
H. Proch
Aufgegeben und zerronnen
ist das einst geträumte Glück;
seine zauberischen Wonnen
gibt die Zukunft nicht zurück.
Wehmut hat mich oft durchschauert,
selten Freude mir gelacht;
vielfach habe ich getrauert,
Hoffen früh zu Grab gebracht.
Darf nicht mehr die Wünsche hegen,
die im Lenze mich durchglüht;
den umflorten Lebenswegen
keine Blume mehr entblüht.
Niemand fühlte meine Schmerzen,
niemand teilte meine Lust,
und mit treuerfülltem Herzen
schloss mich niemand an die Brust.
Einsam flossen meine Tränen
aus den Augen ungestillt,
und mein glühend heißes Sehnen
hat das Lieben nicht erfüllt.