Schlummerlied

H. Proch

O Liebchen, mein Liebchen, o leg' dich zur Ruh',

schon senkten die Blumen die Äugelein zu.

Es legt sich im Laube ser säuselnde Wind,

es schlummert im Arme der Mutter das Kind.

Gern sing' ich und spiel' ich, und sing' ich dich ein,

nur denk beim Erwachen, Geliebteste, mein!

O Liebchen, mein Liebchen, o schlumm're doch ein,

lass neckende Träume zum Herzen hinein.

Und wenn sie dir raten die Liebe zu mir,

so nimm es für Wahrheit und folge du ihr!

Gern sing' ich und spiel' ich, und sing' ich dich ein,

nur denk beim Erwachen, Geliebteste, mein!

O Liebchen, mein Liebchen, o schlummerst du nicht?

Der Mond schon verbirgt im Gewölk sein Gesicht.

Die Sonne, die Sterne, sie gingen zur Ruh',

o schließe die lieblichen Äugelein zu!

Gern sing' ich und spiel' ich, und sing' ich dich ein,

nur denk beim Erwachen, Geliebteste, mein!