Sommermorgen

H. Proch

Vom Berge tönt des Hirten Lied,

die Lerche in den Lüften zieht,

die Sonne strahlt am Bergesrand,

im Feuermeer erglänzt das Land.

Da denk' ich an mein Lieb zurück,

und Tränen füllen mir den Blick.

Sei ruhig, Herz, du armes Herz,

und trage schweigend deinen Schmerz!

Ein schön'rer Morgen winkt einst dir,

als je erstrahlt auf Erden hier;

die Sonne wird nie untergeh'n,

dort oben winkt ein Wiederseh'n.