Tirolerlied

H. Proch

Herrlich Tirolerlied,

sehnsucht- und lustdurchglüht!

Frisch, wie der Morgenwind,

kräftiges Alpenkind,

ziehst du mit Klang und Scherz

in das bewegte Herz,

dass deines Tons Gewalt

laut darin widerhallt.

Fern von der Städte Qual

schallst du vom Berg ins Tal,

einfach, im Hirtenkleid,

atmest du Fröhlichkeit.

Heiter durchströmt dein Blut

harmloser Übermut.

Bergstrom und Wiesenbach

ahmt dein Geplauder nach.

Dort, wo die Gemse springt,

dort, wo das Alphorn klingt,

dort, wo vom Sturm umweht

fest seine Hütte steht,

jauchzt deines Sängers Brust

Liebesgram, Liebeslust

frei über Berg und Kluft

aus in die deutsche Luft.