Unter den Sternen
H. Proch
Sternlein, ihr des Himmels Kerzen,
geht so fröhlich eure Bahn,
brennt in meinem wunden Herzen
meiner Sehnsucht Fackel an.
Glänzt wohl auch im fernen Lande,
drüben liegt's im lieben Süd,
wo an Heimatsflusses Rande
meiner Sehnsucht Blume blüht.
Hellt vielleicht die grünen Auen
meiner Kindheit Zauberwelt,
wo noch jetzt im Lebensgrauen
fest Erinnerung mich hält.
Könnte ich zurück doch messen
meiner Schritte Wanderlauf!
Aber ach, muss wohl vergessen
früher Freuden Wiederkauf.
Darum grüßt mit gold'nen Scheinen
mir der Kindheit Feenland,
sagt, wie ich mit stillem Weinen
unter eurem Lichte stand.
Traurig muss ich hier verweilen,
in die Fremde hingebannt,
kann den Sehnsuchtsschmerz nicht heilen,
der mich zieht zum Heimatland.