Verlorne Müh!
H. Proch
Zog ein Jäger mit der Büchse
freudig in den Forst hinaus,
doch die Kugel wollt' nicht treffen,
brachte nie ein Wild nach Haus'.
Stand ein Fischer an dem Strome,
warf die Netze weit hinaus,
doch er zog sie leer zurücke,
holt sich keinen Fisch zum Schmaus.
Und ich konnte nicht begreifen,
nicht den Schütz und Fischersmann,
wusste nicht, wie man stets eitel
einem Ziel nachstreben kann.
Einstens doch hatt' ich geliebet;
früh verlor die Teure ich,
doch noch immer such' ich fruchtlos,
ob das Hoffen auch entwich.
Nun kann ich den Schütz begreifen,
der erfolglos njagt das Wild,
kann den Fischer nur beklagen,
dessen Netz sich niemals füllt.