Verwelkt

H. Proch

Er gab mir eine Rose

und nannte sie mein Bild;

sie ruht an meinem Herzen

und duftet süß und mild.

Er sprach zu mir von Liebe,

von Lust und Seligkeit,

dass treu er stets mir bliebe

in alle Ewigkeit.

Wie träumte ich so selig

den wonnevollen Traum;

das himmlische Entzücken,

erfassen konnt' ich's kaum.

Verwelkt doch ist die Rose,

erloschen ist die Lieb',

und ach, von all' der Wonne

nur eine Trän' mir blieb.