Wellenruf

H. Proch

„Schöne Kinder - Silberwellen,

Abendlüftchen grüßen euch.

Eilt, mit uns in Lieb' zu kosen,

aus dem stillen Wasserreich!“

Und es flüstert immer lauter

wie von bitter'm Liebesweh',

doch in tiefemsel'gen Frieden

schlummert die kristall'ne See.

Herz! Die Wellen deiner Sehnsucht

wogen rastlos ab und zu;

deine Freuden kehren nimmer;

armes Herz, gib zur Ruh'!