Aufhorchen

H. Quiel

Ein Klang so zart, ein Hauch so neu

Geht durch den grauen Tag,

Wie Vogelflügelflattern scheu,

Wie Frühlingsduft so zart.

Aus Lebens Morgenstunden her

Erinnerungen wehn,

Wie Silberschauer überm Meer

Aufzittern und vergehn.

Vom Heut zum Gestern scheint es weit,

Zum lang Vergessenen nah,

Die Vorwelt liegt und Märchenzeit,

Ein offener Garten, da.

Vielleicht ist heut mein Urahn wach,

Der tausend Jahr geruht

Und nun mit meiner Stimme sprach,

Sich wärmt in meinem Blut.

Vielleicht ein Bote draußen steht

Und tritt gleich bei mir ein;

Vielleicht, noch eh der Tag vergeht,

Werd ich zu Hause sein.