Liebeslied
H. Reichenberger
Mein Mädchen, nun gib' mir die bebende Hand!
Laß weiter uns wandeln am duftfrischen Strand!
Laß küssen uns Lippen und Himmel und See,
Im Wasser die Sterne, die Stern' in der Höh'!
Neig' deine Wang' an die meine leicht --
Fühlst du, wie zärtlich der Nachthauch streicht?
Die Liebe schmeichelt im Winde.
Im Kreise die Zaub'rin umflügelt uns sacht,
Sie zieht uns zusammen mit zitternder Macht.
Wie wallst du, mein Liebchen, so dringend mir zu,
Mich glühheiß umschlingend wie schauerst du!
Das Schicksal jauchzt, das mich zu dir trieb:
Ich habe dich lieb, über Alles lieb,
Ich liebe dich, liebe dich, liebe!