Wegewart

H. Rob. Pfeiffer

Es wartet ein bleiches Jungfräulein

Den Tag und die dunkle Nacht allein

Auf ihren Herzliebsten am Wege,

Wegewart! Wegewart!

Sie spricht: Und wenn ich hier Wurzeln schlag

Und warten soll bis zum jüngsten Tag,

Ich warte auf ihn am Wege,

Wegewart! Wegewart!

Vergessen hat sie der wilde Knab',

Und wo sie gewartet, da fand sie ihr Grab,

Ein Blümelein sprießet am Wege,

Wegewart! Wegewart!

Der Sommer kommt und der Sommer geht,

Der Herbstwind über die Haide weht,

Das Blümlein wartet am Wege,

Wegewart! Wegewart!