Da kommen sie und sagen

H. Schläger

Da kommen sie und sagen,

Du seist so weit von hier,

Und Städt' und Berge ragen

Wohl zwischen mir und dir.

Mich stört nicht ihr Beginnen;

Ich schau nur in mein Herz,

Da bist du ja tief innen;

Du bist nicht anderwärts.

Da kommen sie und klagen

Und fodern Thränen ein;

Ich weiß kein Wort zu sagen

Zu aller ihrer Pein.

Ich geh' in stiller Wonne

Vorbei an Tag und Nacht;

Hab' eine eigne Sonne,

Die mir im Herzen lacht.

Da kommen sie und fragen,

Warum ich froh allein?

Wie soll ich stehn und klagen,

Wie kann ich traurig sein?

Ich trage dich im Herzen,

So süß, so mild, so klar:

Seitdem bin ich von Schmerzen

Erlöst auf immerdar.