Der Kranz
H. Suter
Hoch über Liebchens Thüre will,
O holder Kranz, ich leis dich legen.
Nun weile still, nun ruhe still!
Kein Blätthen soll sich lose regen!
Mit Thränen hab' ich dich betaut,
Dem Aug' des Liebenden entglitten.
Nun warte hier, bis, hold und traut,
Zur Thür sie tritt mit leichten Schritten.
Aufs Haupt dann ström' ihr, reich und klar,
Die Perlen, die im Laub dir blinken --
So mag ihr goldnes Lockenhaar
Erschauernd meine Thränen trinken!