Nebel
H. von Glenck
Mein Leben war wie Nebel. Fieberschnell tat ich
meine Tagewerk. Die Freude ward durch tropfendes
Nass ein Flämmchen, das flackernd sein dürftiges
Leben erkämpfte.
Glück durchbrach das Gewölk ein einziges Mal, wie
ein Blitz, dann blieb Nacht. Doch wie andere, im
Taumel hab ich es niemals genossen.
Nebel hält sich geballt. In der Finsternis taste ich
weiter mit weinenden Augen nach dem Licht.