Der schönste Tod

H. von Hochberg

Der schönste Tod auf Gottes Welt,

ist Sterben auf des Kampfes Feld

wohl auf der grünenden Heide.

Grüß Kamerad mir mein Mägdlein traut,

sie war eines ehrlichen Reiters Braut.

Ja Lieben bringt Freude und Leide!

Ein schlichtes Kreuz nur weist die Statt,

wo man in die Erde gesenket hat,

den Reiter mit seinem Degen.

Feldblumen und Heidkraut sprießen empor,

Heidrosen tun einen duftenden Flor

wohl über den Grabhügel legen!

Und kommt einst vorüber ein reisiger Mann,

so hält er geschwinde sein Rößlein an,

um barhaupt gen Himmel zu bitten:

Hier liegt begraben ein Reitersmann brav.

Gott schenke ihm einen seligen Schlaf,

denn er hat wacker gestritten.