Der Fischer
H. Wiß
Die Wolken zieh'n durch dunkle Nacht,
es braust und schäumt der See;
und wie der Felsen dumpfig kracht,
wird's Herz dem Fischer so weh'.
Wohl bleibt so lang' das treue Lieb,
das fuhr den See hinaus.
Er geht zu schauen, wo es blieb,
schifft in der Stürme Gebraus.
Die Woge schäumt, die Flut dringt ein,
ein Kahn schwankt fern daher,
und drin das treue Liebchen sein,
das klagt und weinet so sehr.
Der Sturm erbraust, der Fischer ringt,
das Liebchen fern, o weh!
Da stürzt der Kahn, das Liebchen sinkt
wohl in den schäumenden See.
Wohl packt ihn da ein kalter Graus,
ihm däucht, dass Liebchen weint;
da stürzt er in die Flut hinaus
und ist mit Liebchen vereint.