Die Stadt

Hans Christian Détlefsen

Am grauen Strand, am grauen Meer

und seitab liegt die Stadt;

der Nebel drückt die Dächer schwer

und durch die Stille braust das Meer

eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai

kein Vogel ohn' Unterlaß:

die Wandergans mit hartem Schrei

nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,

am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,

du graue Stadt am Meer;

der Jugend Zauber für und für

ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,

du graue Stadt am Meer.