Wache Nacht

Hans Kracke

Bleich blickt die föhnige Nacht herein,

Der Mond im Wald will untergehn.

Was zwingt mich doch mit banger Pein

Zu wachen und hinauszusehn?

Ich hab geschlafen und geträumt;

Was hat mir mitten in der Nacht

Gerufen und so bang gemacht,

Als hätt ich Wichtiges versäumt?

Am liebsten liefe ich vom Haus,

Vom Garten, Dorf und Lande fort

Dem Rufe nach, dem Zauberwort,

Und weiter und zur Welt hinaus.