Herbst

Heinrich August Marschner

Es rauschen die Winde

So herbstlich und kalt;

Verödet die Fluren,

Entblättert der Wald.

Ihr blumigen Auen!

Du sonniges Grün!

So welken die Blüthen

Des Lebens dahin.

Es ziehen die Wolken

So finster und grau;

Verschwunden die Sterne

Am himmlischen Blau!

Ach, wie die Gestirne

Am Himmel entfliehn,

So sinket die Hoffnung

Des Lebens dahin!

Ihr Tage des Lenzes

Mit Rosen geschmückt,

Wo ich den Geliebten

An's Herze gedrückt!

Kalt über den Hügel

Rauscht, Winde, dahin!

So sterben die Rosen

Der Liebe dahin.