Nichts Schöneres

Heinrich August Marschner

Als ich zuerst dich hab' gesehn,

Wie du so lieblich warst, so schön,

Da fiel's mein Lebtag mir nicht ein,

Daß noch was Schönres sollte sein,

Als in dein liebes Augenpaar

Hinein zu schauen immerdar.

Da hab' ich denn so lang' geschaut,

Bis du geworden meine Braut;

Und wieder fiel es mir nicht ein,

Daß noch was Schön'res könnte sein,

Als so an deinem rothen Mund

Sich satt zu küssen alle Stund.

Da hab' ich denn so lang' geküßt,

Bis du mein Weibchen worden bist;

Und kann nun wohl versichert sein,

Daß gar nichts Schöneres kann sein,

Als wie mit seinem lieben Weib

Zu sein so ganz ein' Seel, und Leib!