Seit ich ihn gesehen

Heinrich August Marschner

Seit ich ihn gesehen,

Glaub' ich blind zu sein;

Wo ich hin nur blicke,

Seh' ich ihn allein;

Wie im wachen Traume

Schwebt sein Bild mir vor,

Taucht aus tiefstem Dunkel,

Heller nur empor.

Sonst ist licht- und farblos

Alles um mich her,

Nach der Schwestern Spiele

Nicht begehr' ich mehr,

Möchte lieber weinen,

Still im Kämmerlein;

Seit ich ihn gesehen,

Glaub' ich blind zu sein.