Gewalt der Minne

Heinrich Hobrecht

Wer gab dir, Minne, die Gewalt,

Daß du so allgewaltig bist?

Du zwingest beide, jung und alt,

Dagegen gibt es keine List.

Ich lobe Gott, seit deine Band

Mich sollen fesseln, seit so recht ich hab erkannt

Wo treuer Dienst sei an der Zeit,

Da weich ich niemals ab: O Gnade, Königinne,

Laß sein mein Leben dir geweiht!