Geküßt

Heinrich Karl Johann Hofmann

Was wehrst du dich und sträubst dich groß?

Ich halte dich fest umwunden

Und lasse dich nicht eher los,

Als bis ich dein Mäulchen gefunden.

In Fesseln meine Linke schlug

Die Händchen dir auf dem Rücken,

Mein Arm hat dabei Kraft genug,

Dich an die Brust zu drücken.

Die Rechte nun umspannt dein Kinn,

Du wirst's wohl dulden müssen.

So wahr ich Hunold Singuf bin,

Mädel, es kommt zum Küssen!

Siehst du, wie folgsam du dich schmiegst?!

Die Angst war zu betäuben!

Und wenn du nun einen Schnurrbart kriegst

So kommt das nur vom Sträuben.