Wunsch

Heinrich Proch

Ich will vor deiner Thüre steh'n,

bis ich, mein Liebchen, dich geseh'n,

und ständ ich auch die ganze Nacht;

Du sollst am Fenster dich nur zeigen,

zu mir dich freundlich niederbeugen,

mir sagen, mir sagen

Ich habe dein gedacht.

Ich werde immer dich begleiten,

und müßt' ich kämpfen, müßt' ich streiten,

wohin es sei, dir folge ich!

Du sollst die Blicke zu mir senden,

nach mir nur freundlich hin dich wenden,

mir sagen, mir sagen:

ja, ich liebe dich.

Weit von des Ebro's schönem Strande

eilt ich dir nach in ferne Lande,

in deiner Nähe muß ich sein,

in deiner Nähe muß ich sein!

Sieh', flehend sink' ich vor dir nieder

und sage, und sage:

Ewig bin ich dein.