Der Tod

Hermann Karl Josef Zilcher

Der Tod ist'n eigener Mann.

Er streift den Dingen dieser Welt

ihre Regenbogenhaut ab,

und schließt das Auge zu Tränen

und das Herz zu Nüchternheit auf!

Man kann sich von ihm

freilich auch verblüffen lassen

und der Dinge zu viel tun,

und gewöhnlich ist das der Fall,

wenn man bis dahin zu wenig getan hat.

Aber er ist's eigener Mann,

und ein guter Professor Moralium!

Und es ist ein großer Gewinn,

alles, was man tut,

wie vor seinem Katheder

und unten seinen Augen zu tun.